P  O S A U N E N C H O R    H A V E T O F T  

seit 1893

125 Jahre Posaunenchor Havetoft am 16. und 17.Juni 2018

Am Samstag, dem 16. Juni feierte der Posaunenchor Havetoft mit einem Bezirkskonzert, unter Mitwirkung der Posaunenchöre im Bezirk Angeln der Posaunenmission Hamburg - Schleswig-Holstein, im Elisabethheim sein 125jähriges Bestehen. Sicherlich, es gibt Posaunenchöre, auch im nördlichen Schleswig-Holstein, die sind noch etwas älter. Der Havetofter Chor hebt sich aber durch die Geschichte der Gründung deutlich ab.

Es war der Havetofter Pastor Johannes-Gottsched-Eduard Witt, der 1888 die älteste Jugendhilfeeinrichtung in Schleswig-Holstein gründete. Fünf Jahre später gründete er mit Kindern und Jugendlichen des Heimes den Posaunenchor des Elisabethheimes. Nur wenige Jahre nach Gründung des Elisabethheimes, wurde im Jahr 1893 in der Einrichtung der Posaunenchor Havetoft durch Pastor Witt gegründet. Zum Üben fuhr er mit Kindern und Jugendlichen des Elisabethheimes mit Pferd und Wagen in das 13 km entfernte Tolk. Höhepunkte für die Bläser des Elisabethheimes waren die Jahresfeste, das Lohse Fest in Sörupholz, Missionsfeste in Böklund, Dammholm, Weißes Ross, Waldhorn und Satrup. Die Wege dorthin wurden zu Fuß zurückgelegt. Im Elisabethheim wurde jeden Abend zur Andacht ein Choral aus dem Reichsliederbuch gesungen und dazu geblasen. Auch an Posaunenfesten in Süderbrarup und Mühlenholz und an Landesposaunenfesten wurde teilgenommen.

 In der Nachkriegszeit gab es nur noch wenige Bläser, die Zeit der großen Posaunenfeste war vorbei, man hatte andere Prioritäten. Einen neuen Aufschwung erlebte die Posaunenarbeit in den sechziger Jahren mit Hermann Janus und später mit Niko Wiemann. Viele Kinder und Jugendliche, zunächst nur aus dem Elisabethheim, später auch aus der ganzen Kirchengemeinde haben hier das Blasen gelernt. Einzelne sind bis heute dabeigeblieben, und bei überregionalen Treffen begegnet man sich dann schon mal. In den siebziger und achtziger Jahren ging der Posaunenchor des Öfteren auf größere Reisen: London, die Schweiz, Norwegen, Berlin, der Harz, Maulbronn waren einige der Reiseziele. Bereits Gründervater Witt hatte enge Kontakte innerhalb der Inneren Mission, etwa nach Breklum aber auch nach Bethel. Die Beziehung nach Bethel wurde 1964 intensiviert und besteht bis heute fort. Daher ist es nur folgerichtig, dass der Posaunenchor sein 125. Bestehen in Verbindung mit dem 130. Jahresfest des Elisabethheimes am 16. und 17. Juni 2018 im Elisabethheim Havetoft feierte.

 Es begann mit einem Bezirkskonzert unter der Leitung des Landesposaunenwartes Werner Petersen, Plön, am Vorabend des 130. Jahresfest der Kinder und Jugendhilfeeinrichtung und fand seine Fortsetzung in einem Festgottesdienst am Sonntag. Hier wirkte der Jubiläumsposaunenchor und der Posaunenchor Breklum ebenso mit, wie das Bläsersextett Querblech. Die Predigt hielt Pastor Jan Petersen, Landesobmann der Posaunenmission Hamburg - Schleswig-Holstein. Ein gemeinsames Blasen im Kaffeegarten rundete die Feierlichkeiten ab. 

Havetoft, 16. Juni: Erich Erichsen aus Havetoft (Mitte) wurde mit der Kuhlo-Medaille für 68 Jahre Mitwirken im Posaunenchor Havetoft geehrt. Diese Auszeichnung erfolgte, anlässlich des Bezirkskonzertes der Angelner Posaunenchöre zum 125jährigen Jubiläum des Posaunenchores Havetoft, durch den stellv. Landesobmann der Posaunenmission Hamburg - Schleswig-Holstein, Johannes Pfeifer aus Schleswig und dem Landesposaunenwart Werner Petersen aus Plön. Der Tuba Bläser verstand seinen Dienst im Posaunenchor immer auch als missionarischen Auftrag, so Pfeifer. Als 12jähriger lernte Erichsen das Musizieren auf der Posaune und ist seitdem immer mit großer Freude dabei. Er ist ein Vorbild für jede Bläserin und jeden Bläser, so Petersen. Neben Erich Erichsen wurde Annegret Zumbach, Posaunenchor Sterup für 50 Jahre und aus dem Posaunenchor Havetoft Ruth Riecke, Detlef und Volker Halfpaap für 40 Jahre und Katja Halfpaap, Gerlinde Jürgensen und Jens Otterbach für 25 Jahre mit einer Bläsernadel geehrt. V.r.